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Friday, July 25, 2025

Life in a National Geographic Magazine

After complaining in the last issue that I hadn’t seen a single bear, I now have to take that statement back entirely. I’m living in a National Geographic article. David Attenborough’s voice is always echoing in the back of my mind. Bears, eagles, whales, sea otters, spawning salmon. I’m surrounded by nature’s wonders.

A beautiful corner of Alaska

Bears

Just a few days after my last report, I saw seven bears at once, right along the road that leads to the dump.

Like so many things here, even the Juneau landfill is located in a stunning spot: a river winds through a green meadow, surrounded by dense trees — and tucked behind it all: the dump.

By the way, wildlife photography is prohibited on the landfill itself.

Because bears here are well known as trash aficionados.

Shortly after that, things got more personal: A bear chased a chicken across our street. The chicken lost a few feathers but survived. I didn’t see it for weeks... and then, a few days ago, it reappeared.

Since then, our neighborhood bear has become a regular.

Snapped from the car: it crossed the road right in front of us as Rob was heading to work...

...and tried to break into our trash cans. Luckily, they’re all “bear-proof.”

And when you live in a National Geographic article, unfortunately these are the kinds of headlines you might wake up to: "Two bear cubs fatally electrocuted fleeing up utility pole"

Eagles

The bald eagle is as common here as pigeons in some cities. No wonder it’s jokingly called the “freedom pigeon.”

Naturally, eagles also love the dump. But we often see them right behind our house by the river too, catching and eating salmon, or just perched in the trees.


Both pictures were snapped with a much better camera than my iPhone by my gym buddy Travis

Whales



The two whale photos are from Whale Watch Captain Owen. We met him on the ferry. You can find more of his pictures on his website.

What magnificent creatures! We’ve seen whales from the beach, from the ferry and of course on our whale-watching tour. But the most breathtaking experience happened on our own boat: we witnessed a phenomenon called bubble-net feeding — a spectacular cooperative hunting behavior where whales work together to encircle and push herring to the surface. It’s something you can almost only witness here in Alaska.

It was like fireworks, only much, much better.

Sea Otters

The sea otters chill in the water, float on their backs, and just drift along. It’s every bit as adorable as it sounds.

Spawning Salmon

Salmon are born in freshwater, migrate to the ocean, and return to their birthplace to reproduce. Often traveling thousands of kilometers. They find their exact river section again using their sense of smell and the Earth’s magnetic field.

There, the females dig shallow nests in the gravel and lay their eggs. The males fertilize them and then die. Pacific salmon spawn only once in their lifetime.

This dramatic, ancient ritual unfolds right outside our front door.

It’s almost surreal to see the sheer mass of salmon in the rivers. And of course, the bears are thrilled. As the salmon make their way upstream, the bear-watching hotspots shift from the landfill to the rivers.

Coming up in the next issue:

Wild harvest, fresh catch: the Alaska menu

Das Leben in einer National Geographic-Zeitschrift

Nachdem ich mich in der letzten Ausgabe noch darüber beklagt habe, dass ich keinen einzigen Bären gesehen habe, muss ich diese Aussage nun vollständig zurücknehmen. Ich lebe in einem National Geographic-Artikel. David Attenboroughs Stimme schwingt im Hinterkopf. Bären, Adler, Wale, Seeotter, laichende Lachse. Ich bin umringt von Naturwundern. 

Ein wunderschöner Fleck Alaska

Bären

Nur wenige Tage nach meinem letzten Bericht habe ich sieben Bären auf einmal gesehen... entlang der Straße, wo die Müllhalde ist. 

Wie so vieles hier, ist auch die Müllhalde in Juneau idyllisch gelegen: Ein Fluss schlängelt sich durch eine grüne Wiese, eingerahmt von dichten Nadelwäldern – und dahinter: die Müllhalde.


Übrigens ist Tierfotografie auf der Müllhalde selbst verboten.


Denn Bären sind hier bekannt als Müll-Aficionados 

Wenig später wurde es dann persönlicher: Ein Bär hat ein Huhn quer über unsere Straße gejagt. Das Huhn hat Federn gelassen, aber überlebt. Ich habe es wochenlang nicht gesehen, aber vor ein paar Tagen tauchte es wieder auf.

Der Nachbarschaftsbär ließ sich seither öfter blicken.

Vom Auto fotografiert: Er überquerte direkt vor uns die Straße, als Rob zur Arbeit wollte...

...und versuchte sich an unseren Mülltonnen zu schaffen zu machen. Die sind zum Glück alle „bear-proof“.

Und in einem National Geographic-Artikel lebt man eben auch leider mit solchen Schlagzeilen: „Zwei Bärenjunge erleiden tödlichen Stromschlag bei der Flucht auf einen Strommast

Adler

Der Weißkopfseeadler ist hier so häufig wie die Taube in manchen Städten. Kein Wunder, dass er hier auch als „Freiheitstaube“ bekannt ist.

Die Adler lieben, wie sollte es anders sein, die Müllhalde. Aber auch direkt am Fluss vor unserem Haus können wir sie beobachten: wie sie Lachse fangen und verspeisen und in den Bäumen sitzen.


Beide Fotos wurden mit einer viel besseren Kamera als meinem iPhone von meinem Bekannten Travis gemacht.

Wale

Die beiden Fotos sind von Whale Watch Kapitän Owen, der wir auf der Fähre kennengelernt haben. Mehr Fotos gibt es auf seiner Webseite.



Was für beeindruckende Tiere! Wir haben Wale beim Spaziergang am Strand gesehen, von der Fähre aus und natürlich bei unserer Whale-Watching-Tour. Aber das eindrucksvollste Erlebnis hatten wir mit unserem eigenen Boot: Wir wurden Zeugen der sogenannten Blasennetz-Fütterung – ein spektakuläres Gruppenjagdverhalten, bei dem die Wale gemeinsam Herringe einkreisen und nach oben treiben. Ein Phänomen, das man fast ausschließlich hier in Alaska beobachten kann. Es war wie ein Feuerwerk – nur viel, viel besser.

Seeotter

Die Seeotter chillen im Wasser, liegen auf dem Rücken und lassen sich einfach treiben. 

Laichende Lachse

Lachse werden im Süßwasser geboren, wandern dann ins Meer und kehren zur Fortpflanzung dorthin zurück, wo sie geschlüpft sind, oft über tausende Kilometer hinweg. Sie finden den genauen Flussabschnitt über ihren Geruchssinn und das Erdmagnetfeld wieder.

Dort graben die Weibchen flache Mulden in den Kies, legen ihre Eier hinein, die Männchen befruchten sie und dann sterben sie. Pazifische Lachse laichen nur ein einziges Mal in ihrem Leben.

Dieses dramatische, uralte Schauspiel spielt sich direkt vor unserer Haustür ab

Es ist fast surreal, diese Massen an Lachsen in den Flüssen zu sehen. Natürlich freuen sich auch die Bären darüber. Mit dem Eintreffen der Lachse verlagert sich der Bären-Hotspot von der Müllhalde an die Flüsse.

In der nächsten Ausgabe: 

Selbst gesammelt, selbst gefangen: die Alaska Speisekarte